Cumarin


Der Name Cumarin stammt von einem südamerikanischen Baum, Dipterix odorata, den die Eingeborenen als Coumarouna bezeichnen. Es handelt sich dabei um Lactone von o-Hydroxy-Zimtsäuren. Natürliche Cumarine kommen frei oder in Form ihrer Heteroside in verschiedenen Strukturvarianten vor. Hydroxycumarine und Methoxycumarine, Furanocumarine oder Pyranocumarine.


Cumarin ist in vielen Pflanzen enthalten. Nach dem trocknen von Pflanzen wie dem Waldmeister, Steinklee, Lavendel oder Tabak, kann man Cumarine durch ihren angenehmen Duft wahrnehmen. In der Wirtschaft wird Cumarin aufgrund seines vanilleartigen Geschmacks oft als Vanilleersatz eingesetzt.


Pyranocumarine, beispielsweise in Ammi visnaga enthalten, weisen eine starke gefäßerweiternde Wirkung auf. Das Methoxypsoralen des Beilkrauts filtert aus dem Sonnenlicht den ultravioletten Strahlenanteil B heraus und ermöglicht so eine bessere Bräunung der Haut. Hingegen bewirken die Cumarine des Selleries, des Feigenbaums und der Bergamotte eine Sensibilisierung der Haut gegenüber Sonneneinstrahlung.


Das gefährlichste Cumarin ist das Dicumarol des fermentierten Steinklees. Es hemmt wie viele Cumarine die Blutgerinnung indem es als Antivitamin K fungiert und wird zum töten von Ratten eingesetzt.

Cumarin ist auch in hohen Mengen in der Zimtkassie enthalten, die fälschlicherweise oft als Zimt bezeichnet wird und als billiger Ersatz für Zimt gilt. Der teure Ceylon-Zimt wird oft aus Kostengründen mit billigen Cassiazimt verschnitten, wodurch eine hohe Cumarin-Konzentration entsteht, die durch das Bundesministerium für Risikobewertung als gesundheitsgefährdend eingstuft wird.