Katzenkralle


Die Katzenkralle ist eine in den tropischen Regionen Süd- und Zentralamerikas heimische Pflanze aus der Familie der Rötegewächse. n den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wurde die Katzenkralle durch den Österreicher Dr. Keplinger auch in Europa bekannt. Dr. Keplinger behandelte Krebs- und AIDS-Patienten mit einem Extrakt aus Katzenkralle. Bei einem Großteil der Patienten konnte, laut Keplinge, das Fortschreiten der Krankheit gestoppt werden. Der aus der Katzenkralle erstellte Extrakt zeigte ebenfalls bei Allergien, Neurobronchitis, Genitalherpes und Herpes Zoster Therapieerfolge. Als Grund für die positiven Wirkungen vermutet man die positiven und reinigenden Wirkungen auf den Darm und die stimulierende Wirkung auf das Immunsystem.


Uncaria tomentosa ist eine bis zu 30 Meter hohe, verholzende Kletterpflanze. Ihren Namen Katzenkralle verdankt sie hakenähnlichen Dornen, die an eine Katzenkralle erinnern. Die Bezeichnung verwendet man ebenfalls für die Art Uncaria guianensis, die Uncaria tomentosa sehr ähnlich ist. Im Gegensatz zu Uncaria tomentosa, die gelblich-weiße Blüten ausbildet, ist Uncaria guianensis etwas kleiner, schnellwüchsiger und bildet rötliche-orange Blüten. Auch im Verhältnis der Oxindol Alkaloide unterscheiden sich beide Arten.


Bezeichnungen

Botanisch bezeichnet man die Katzenkralle als Uncaria tomentosa und ordnet sie der Familie der Rötegewächse zu.


Indikationen

Traditionell wird Katzenkralle zur Behandlung von Asthma, Rheuma, Arthritis, Gastritis, Entzündungen des Urinaltraktes und Krebs eingesetzt. Seit den 90-er Jahren wird Katzenkralle als Extrakt oder in Kapselform in Europa vertrieben. Man verwedet Katzenkralle als immunsystemstimulierendes Mittel oder als begleitende Therapie schwerer Krankheitsbilder. Insbesondere bei der Behandlung von AIDS und Krebs wird große Hoffung in die Katzenkralle gelegt. Fundierte und nachvollziehbare Studien über die Wirksamkeit der Katzenkralle bei der Behandlung dieser schwerwiegenden Krankheitsbilder gibt es jedoch nicht, so dass Aussagen darüber mit Vorsicht zu geniessen sind. Der Katzenkralle wird darüber hinaus aufgrund ihres positiven Einflusses auf das Immunsystem, ein sehr breites Wirkungsspektrum nachgesagt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die in der Katzenkralle enthaltenen Oxindolalkaloide und die Sterole Beta-Sitosterol, Stigmasterol, und Campesterol. Sie wirken immunsystemstimulierend, krebshemmend, entzündungshemmend und zell-reparierend.


Katzenkralle Anwendung und Wirkung

Die Katzenkralle wird bereits seit über 2000 Jahren von den in Südamerika heimischen Indianerstämmen als Heilpflanze eingesetzt. Die Aschaninka verwendeten sie nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Verhütungsmittel. Dazu kochten sie 6 Kilo Wurzeln der Katzenkralle in Wasser, bis ein hoch konzentrierter Dekokt entstand und sich die Flüssigkeit auf 250ml reduziert hatte. Die Aschaninka Frauen tranken dann drei aufeinander folgende Monate, während der Periode, jeden Tag eine so zubereitete Tasse Katzenkrallen-Dekokt. Die konsequente Einnahme soll eine drei bis vier Jahre dauernde Unfruchtbarkeit bewirken.

Zur Anwendung der Katzenkralle für oben bezeichnete Indikationen gibt es ein umfangreiches Angebot im Handel. Die Studien von Keplinger legen die Verwendung von Katzenkrallenextrakt nah.


Tinktur

Eine Katzenkrallentinktur erhält man durch eine Mazeration der Heilpflanze mit Alkohol. Zur Erstellung einer Tinktur nimmt man in der Regel 1 Teil Droge auf 5 Teile Alkohol. Die Katzenkralle wird vor der Vermischung mit dem Alkohol getrocknet und zu Pulver zermahlen. Alternativ kann man sie im Mörser zerstoßen. Die so zerriebene Katzenkralle wird in einem gut verschließbaren Gefäß mit dem Alkohol zusammengeschüttet. Danach läßt man die Lösung für 3 Wochen an einem dunklen Ort mazerieren. Danach wird die erhaltene Tinktur durch einen Stoff- oder Kaffeefilter filtriert.