Stachelbeere


Die Stachelbeere ist sehr verbreitet und man nutzt sie vornehmlich zur Speiß, denn zur Medizin, weiß unser alter Kräuterkundige Hieronymus Bock zu berichten.

Sein Schüler Jacobi Theodori Tabernaemontani bezeichnet sie als Klosterbeere. Er empfiehlt die unreifen Stachelbeeren als Medizin und ordnet sie als kalt und zusammenziehend ein. Dementsprechend empfiehlt er sie cholerischen Menschen. Der frische Saft der unreifen Beeren sei gut für den hitzigen Magen und das hitzige Fieber.


Stachelbeere
Stachelbeere

Stachelbeere Anwendung und Wirkung

Die jungen Stachelbeerblätter zerstossen und den Saft eingenommen treibt den Harn und den Stein.


Die unreifen Beeren in Fleischbrühe gekocht sei gut gegen hitziges Fieber und Beschwerden der Galle.


Die jungen Beeren mit Zucker eingemacht empfehlen unsere alten Kräuterkundigen den Schwangeren, die ein Problem mit Winden haben und bei allgemein bei Gonorrhö.

Äußerliche Verwendung

Die jungen grünen Blätter beschreiben unsere alten Kräuterkundigen als schmerzlindernd bei Entzündungen.

Die Stachelbeerblätter mit Rinde zusammen mit etwas Alaun in Wasser gekocht, verabreichte man bei Mundfäule.

Stachelbeere kaufen

Unsere Alten beschreiben noch zwei Geschlechter der Stachelbeere. Eine kultivierte und eine wilde Form. Da mir noch keine wilde Form begegnet ist, von verwilderten Gärten einmal abgesehen, empfiehlt es sich die Pflanze in einer Gärtnerei zu kaufen und sie im eigenen Garten anzusiedeln.