Odermennig


Die Odermennig ist eine schon den alten griechischen Ärzten bekannte Heilpflanze. Dioskurides bezeichnete die Odermennig als Eupatorion und benannte sie somit nach dem König Mithridates Eupator von Pontus, der die Heilkraft der Odermennig genutzt haben soll.

Dioskurides schrieb über die Odermennig:

Die Blätter, mit altem Schweinefett fein gestoßen und aufgelegt, heilen schwer vernarbende Geschwüre. Der Same und das Kraut, mit Wein getrunken, helfen bei Dysenterie und Schlangenbissen.

Im Mittelalter findet man die Odermennig in allen gängigen Kräuterbüchern. Hieronymus Bock und Petrus Andreas Matthiolus empfehlen die Odermennig als Leberkraut. Bock-Schülers Jacobus Theodorus, der sich nach seinem Geburtsort Bergzabern Tabernaemontanus nannte, widmet der Odermennig in seinem Neuw Kreuterbuch aus dem Jahre 1588 breiten Raum und schreibt über die Odermennig:


… Es ist die Odermennig ein edel und rechtes heylsames Leberkraut/ dann es ist fürnemlich vor andern Kreutern der Lebern nütz und gut/ die verstopffung derselben zu eröffnen und zu stärcken/ So es mit seiner Wurtzel/ Kraut/ Blumen und aller Substantz gesäubert/ darnach in genugsamen Wein gesotten/ biß der drittheil verzähret ist/ und durch ein Tuch gesiegen/ und getruncken wirdt.
Gemeldter Tranck löset auch auff die verstopffung deß Miltzes und anderer innerlichen Glieder/ vertreibt die Geelsucht/ die Wassersucht unnd die faulen alten Feber/ die von verstopffung der Leber und Miltzes jhren ursprung haben. Er stillet auch das Blutspeyen und benimbt den Husten/ tödtet die Würm im Leib/ und verhütet daß sie nicht wachsen/ bringet den weiblichen Monatfluß und treibet den Harn/ stopffet den flüssigen Bauch und die Blutrhur.
Die Lebersüchtigen sollen stätig die Odermennig in jrer Speiß gebrauchen/ unnd das Kraut in jhren Wein legen/ darüber zu trincken…

Deß frischen außgedruckten Saffts von Odermennig genommen 4 Loth/ unnd darmit vermischet 2 loth Peterleinsafft/ unnd allen Morgen nüchtern jedesmal etliche Tage nach einander so viel getruncken/ ist ein gute Artzeney wider die Wassersucht.

Odermennig zu Pulver gestossen unnd deß Pulvers anderhalb quintlein mit Wein zertrieben/ unnd deß Morgens nüchtern warm getruncken/ tödet die Würm im Leib. Deß außgepresten Saffts drey Untz warm getruncken/ hat gleiche wirckung.
Odermennigpulver obgemeldter massen mit Wein getruncken/ deß Abendts wann man will zu Bethe gehen/ ist ein gute Artzeney wider die Harnruhr…


Rauhe Klettlein der Odermennig mit dem Samen zu Pulver gestossen/ unnd ein quintlein mit Wein getruncken/ ist gut wider die rote Ruhr.
Welche einen geschwollenen Miltz haben/ die sollen die Odermennig stättig in jhren Speisen gebrauchen und für und für darüber trincken.
Odermennig in Wein oder Wasser gesotten/ je nach gelegenheit der Kranckheit/ oder dessen/ der diese Artzeney gebraucht/ unnd der durchgesiegenen Brühen ein Becher voll getruncken/ mit einem loth Zucker/ treibt auß den Lendenstein. Dieser Tranck ist auch ein gewisse Hülff und Experiment wider die Harnwinde.
Odermennigkraut in gedistilliertem Spargenwasser gesotten unnd warm getruncken/ treibet den verhaltenen Harn gewaltiglich fort.
Odermenigkraut gepülvert/ unnd eines Gülden schwer mit warmem Wein getruncken/ vertreibet das Quartan Feber/ so man das eine zeitlang brauchet/ so baldt man vermercket/ daß das Feber vorhanden ist/ unnd darauff niderlegt…

Odermennigkraut zu Pulver gestossen/ und dessen ein quintlein oder anderhalbs mit Wein oder Brühen deß Abends wann man zu Beth gehen will warm getruncken/ ist denen ein gute Artzeney die deß Nachts den Harn nicht können halten/ unnd alle Nacht ins Beth seychen…

So einer von einem gifftigen Thier gebissen oder geschädiget worden were/ der nemme 3 Untz frisches außgeprestes Saffts von dem Odermennigkraut/ unnd vermisch darmit ein quintlein reyn gepülverten Eyerschalen/ unnd trinck das mit einander hineyn/ das treibet alle vergifftung durch den Mundt sehr schnell hinweg/ und heylet einen jeden gifftigen Bissz…


Wider die Würm im Afftern: Nimb ein gute Handtvoll Odermennigkraut/ unnd seud das in einer Maß Wassers den halben theil eyn/ seihe es darnach durch/ unnd trinck Morgen unnd Abendt ein gemeines Tischbecherlein darvon warm/ unnd wäsche den Hindern auch darmit/ es hilfft. So aber die Würm tieff in Afftern weren/ soll man von dem gemeldten Tranck mit einer Schritzen inn den Afftern hineyn schritzen.
Odermennigwurtzeln gesäubert unnd gedörrt/ darnach zerschnitten und zu einem reynen Pulver gestossen/ unnd solches in allen Speisen gebraucht und genossen/ auch stätig uber die Wurtzel getruncken/ heylet den Krebs. Dann dieses Kraut hat eine wunderbarliche wirckung die Fisteln unnd den Krebs zu heylen: Dann das Kraut in Wein gesotten/ darnach durchgesiegen/ unnd allen Morgen umb 6 Uhren ein Becher voll warm getruncken/ deßgleichen auch nach Mittag umb 2 uhr/ unnd alle mal 3 stunden darauff gefastet/ unnd das gesotten Kraut außwendig an statt eines Pflasters ubergelegt/ heylet die Fistel und alle alte flüssige Schäden/ und sollen aber die Geschädigten darneben stätig ab dem Agrimonienkraut trincken.
Wider die Fistel/ den Krebs unnd alle alte Schäden/ wirdt folgender Wundtranck hoch gepriesen: Nimb Odermennigkraut/ Tausengüldenkraut/ Garafelkraut mit der Wurtzel/ jedes 2 Handtvoll/ gute Rhebarbara ein halb loth. Alle gemeldte stück sol man klein schneiden/ darnach in ein Kannten thun unnd darüber schütten ein Maß guten fürnen weissen Wein/ Garafelkraut unnd Wurtzel Wasser/ Odermennigwasser/ jedes 1 ächtmaß oder 16 Untz. Die Kannte soll man als dann wol verlutieren/ darnach in ein Kessel mit siedendem Wasser setzen/ und v. Stunden darin mit stätem Fewer sieden lassen/ darnach sol man es herauß thun/ und wann es kalt worden ist/ durchseihen. Von diesem Tranck sol man dem geschädigten allen Morgen unnd Abendt fünff oder sechs loth zu trincken geben/ dann er heylet gewaltig und wunderbarlich…
Einj herrlicher Wundtranck zu allen Wunden/ sie seyen gleich gehawen oder gestochen/ so heylet er sie von Grund herauß/ sehr schnell: Nimb Odermennigkraut 2 Handvoll/ Gänserich/ wild Ochsenzungenkraut/ Geyßfüsselkraut/ klein Schwalbenkraut mit den runden Blettern/ weissen Andorn/ Fünffingerkraut/ roten Mangolt/ jedes ein Handvoll/ weissen Wintergrün/ Gochheyl mit den roten Blümlein/ jedes anderhalb Handvoll/ Hagendornblühet/ klein Monkraut/ jedes ein halbe Handvoll: Alle gemeldte Stück sol man klein schneiden und durch einander vermischen/ unnd noch darzu thun 2 loth Schwalbenwurtzel auch klein zerschnitten/ und darvon abwiegen das halbtheil/ solches in eine Kannten thun/ unnd Feinzucker darzu auff die 4 untz oder 8 loth/ darnach guten weissen Wein oder gut Bier/ auff die anderhalb maß darüber schütten/ und die Kannte wol verlutieren/ dann v. Stunden in einen Kessel mit Wasser sieden lassen/ folgends durchseihen/ unnd den Verwunden Morgens und Abends jedesmahl 4 Oder 5 loth warm zu trincken geben…
Die Knöpff/ Knollen und Trüsen zu vertreiben ist folgende Artzeney gut erfunden worden: Nimm des frischen außgedruckten Odermennigkrautsafft 3 Untzen/ vermisch das mit drey Untzen frischem Käßwasser/ unnd trinck solches Morgens nüchtern warm/ fast zum wenigsten 3 Stunden darauff/ und beharr das neun Tag nach einander in einem abnemmenden Liecht…

Odermennigkraut mit Balsamkraut gestossen/ jedes gleich viel/ darnach mit einem Eyerweiß temperirt/ wie ein Pflaster/ und uber die blutigen Augen ubergelegt/ vertreibt und zertheilet das undergerunnen Bluth/ von schlagen und von stossen verursacht.
Odermennigkraut mit Weinrauthenbletter/ deren jedes ein Handvoll/ in zwantzig Untzen Weins den halben theil eingesotten/ und mit der durchgesiegenen Brühen die Geschwer und Fisteln der Augen offtermals gewäschen/ reiniget dieselbige und heylet sie.
Die Wurtzel grün und frisch gestossen/ fürdert den Schlaff/ so man die wie ein Pflaster uber das Haupt leget.
Wider die Geschwer deß Munds und der Mundfäul: Nimb Odermennig zwo Handvoll/ Olivenbaumbletter eine Handvoll. Zerschneide diese Stück/ und seud sie in einer halben Maß Wassers/ und einer ächtmaß Weins uber den drittentheilo ein/ seihe sie dann durch/ und zertreib 6 oder 7 Loth Rosenöle darinn/ unnd wäsche den Mund zum offtermal warm darmit…
Odermennigkraut in Wein gesotten/ und das Haupt offtermals darmit gezwagen/ heylet den Erbgrind und andern Hauptgrind.
Odermennigkraut an dem Halß getragen/ soll gut wider den Sod und brennen deß Magens seyn/ und denselben verhüten.
Odermennigwurtzel in der Hand gehalten biß sie erwärmet/ stillet das bluten der Nasen.
Odermennigkraut unnd Wurtzel vor die Mutter gehalten/ fürdert die Geburt gewaltig/ die soll man aber alsbald nach der Geburt hinweg thun/ damit die Mutter nicht hernach folge.
Odermennigkraut in ein Sack gethan/ und in genugsamem Bachwasser zum drittentheil eyngesotten/ darvon ein Lendenbad gemacht/ und darinn gebadet/ den Sack auch im Bad mit den Kreutern umb die Lenden geschlagen/ treibet auß den Nierenstein/ und bringet wider den verhaltenen Harn.
Odermennigkraut mit Saltz gestossen/ und wie ein Pflaster uber das Miltz gelegt/ vertreibet die Geschwulst desselben…

Odermennigwurtzel gestossen und mit Essig gesotten unnd getemperiert wie ein Pflaster und warm ubergelegt/ miltert den Schmertzen deß Zipperleins oder Podagrams…

Die alten haben eine nützliche Salb oder Pflaster von diesem Kraut bereytet/ unnd haben die grünen Bletter der Odermennig mit Schweinenschmaltz wol zerstossen/ dieselbige zu den alten Wunden gebraucht/ und alte/ faule/ böse/ flüssige/ unartige Schäden und Geschwer/ welche sich nicht leichtlich wöllen schliessen/ oder zuheylen lassen: unnd kann man heutiges Tages mehr mit dieser Salben oder Pflaster außrichten unnd heylen/ dann mit unserer vermeynten Wundtärtzten der Bader und Scherer/ geelen/ grünen unnd roten Karrensalb oder Wagenschmier/ damit sie die Leut lange vergebens auffhalten und ubel ärger machen…

Odermennigkraut mit starckem Weinessig und Saltz gestossen/ vertreibt und heylet die Wartzen unnd Krähen Augen/ ubergelegt wie ein Pflaster/ und deß Tags zum wenigsten zwey oder dreymal erfrischet.


Mit Tabernaemontanus seinen Ausführungen über die Odermennig, hatte diese alte Heilpflanze ihren geschichtlichen Höhepunkt erreicht. In den darauffolgenden Jahrhunderten verlor sie zusehends an Bedeutung.

Odermennig Botanik

Die Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Rosengewächse. Die vornehmlich an Wald- und Wegrändern, an Hecken, an Zäunen, sonnigen Rainen und Hängen vorkommende Odermennig besitzt einen kurzen Wurzelstock mit ästiger Pfahlwurzel aus dem wechselständig unterbrochen gefiederte, unterseits graufilzige Blätter sprießen. Von Juni bis August tritt ein bis zu einen Meter hoher aufrechter, behaarter Stengel mit gelber raube, duftender Blüten. Die daraus entstehenden Scheinfrüchte sind von klettenartiger Natur.

Odermennig
Odermennig

Odermennig Bezeichnungen

Der Name Odermennig ist eine deutsche Ableitung der lateinischen Gattungsbezeichnung Agrimonia. Wissenschaftlich wird die Odermennig als Agrimonia eupatoria bezeichnet. Wobei die Gattungsbezeichnung Agrimonia sich auf den bevorzugten Standort der Odermennig bezieht, griech. agrós -> Feld moné -> Wohnort. Der Artname eupatoria ist auf den König von Pontus, Mithridates Eupator zurückzuführen. Ein Hinweis darauf ist die im Mittelalter gebräuchliche Bezeichnung Königskraut. Die von Ryffius aufgestellte Behauptung, der Artname der Odermennig würde sich von Hepatorium ableiten und somit auf die Verwendung als Leberkraut hinweisen, halte ich für schlichtweg falsch, denn die Verwendung als Leberkraut sucht man in den Schriften der alten griechischen Ärzte vergeblich.

Weitere volkstümliche Namen für die Odermennig sind Ackerkraut, Ackermengkraut, Ackermünze, Ackermennig, Fünfblatt, Fünfmännertee, Franzkraut, Griechisches Leberkraut, Hagamundiskraut, Heil aller Welt, Leberklette, Otterminze, Stubkraut, Bruchwurz, Beerkraut und Steinwürz.

Indikationen

Odermennig gilt als ausgezeichnetes Lebermittel, Hepatopathien aller Art. Darüber hinaus verwendete man die Odermennig bei Schwindsucht, Lungenkatarrh, Husten, Kehlkopfentzündung, Schnupfen, Darmschwäche, Blasenschwäche, Erkrankungen der Haut, Krebs, Rheuma, Blutungen, Stein- und Griesbildung in den Nieren, Bettnässen sowie äußerlich bei Entzündungen der Mund- Rachenschleimhaut, Halsentzündung, geschwollenen Mandeln, Müdigkeit, Geschwüren und Wunden.


Odermennig Anwendung und Wirkung

Verwendet werden die im Frühjahr gesammelten Blätter der Odermennig. Aus ihnen wird meist ein Tee bereitet. Tabernaemontanus empfiehlt die Verwendung der ganzen Odermennigpflanze.

Odermennigtee

Für einen Odermennigtee wird ein Teelöffel Odermennigkraut mit 200ml kochenden Wasser überbrüht und 15 Minuten ziehen gelassen. Odermennigtee wird sowohl getrunken als auch als Auflage bei krebsartigen Geschwüren verwendet. Oertel empfiehlt drei mal täglich eine Tasse.

Odermennigsud

Odermennigsud erhält man, indem man Odermennigkraut mit kalten Wasser aufsetzt, zum kochen bringt und einige minuten mit kocht. Ein Sud aus Odermennig dient als Gurgelmittel bei geschwollenen Mandeln, Halsentzündung aber auch als Auflage. Als Badezusatz behebt der Müdigkeit.

Odermennigwein

Tabernaemontanus empfiehlt Odermennigwein und gibt in seinem Buch auch geich das Rezept.

Man nimpt deß Odermennigkraut mit Wurtzeln/ Kraut/ Blumen/ und aller seiner Substantz/ von der Erden wol gereynigt gewaschen/ und im Schatten und Lufft wol getrucknet ein gut theil/ das zerschneidet man unnd machts mit Hanbüchen Spähnen in ein Fäßlein eyn/ füllt dasselbig darnach mit einem guten Most zu/ unnd lasset den Most darüber verjähren/ wann das geschehen/ lasset man den uber etlich Monat ab/ unnd verwahret den/ daß man uber Jahr darvon trincken mag.

Rezepte nach Madaus

Odermennig bei Leber- und Gallenleiden:

Rp.:
Hb. Agrimon. eupat. . . . 50 (= Odermennigkraut)
D.s.: 1 Teelöffel voll zum heißen Aufguß auf 1 Glas Wasser, morgens und abends 1 Glas trinken.
(Teezubereitung: Der im Verhältnis 1 : 10 heiß hergestellte Tee ergibt einen Extraktgehalt von 1,7% gegenüber 1,5% bei kalter Zubereitung. Der Aschengehalt des Extraktes liegt bei 0,4% in beiden Fällen. Die heiße Zubereitung schmeckt kräftiger. Die Peroxydase ist nur in der kalten Zubereitung und auch da nur sehr schwach positiv.
1 Teelöffel voll wiegt 1,6 g. Der Tee wird im Hinblick auf Geschmack und Extrakt zweckmäßig heiß unter Verwendung von etwa 1 Teelöffel voll auf 1 Teeglas angesetzt.).

Odermennig bei Aphthen, Angina, Pharyngitis: Gurgelmittel (nach Dinand):

Rp.:
Hb. Agrimoniae eupat. (= Odermennigkraut)
Fol. Salviae . . . aa 30 (= Salbeiblätter)
coq. c. aqu. . . . 1000
adde Sirup. Armoraciae . . . 50
D.s.: Dreistündlich gurgeln.

Odermennig bei Leberleiden (nach Dinand):

Rp.:
Hb. Agrimoniae eupat. (= Odermennigkraut)
Hb. Asperulae odor. (= Waldmeisterkraut)
Hb. Galii veri . . . aa 10 (= Echtes Labkraut)
C.m.f. species.
D.s.: 1 Teelöffel auf 1 Glas Wasser, 2 Glas täglich trinken.

Odermennig bei Cholelithiasis (nach Pick):

Rp.:
Hb. Agrimon. eupat. . . . 50 (= Odermennigkraut)
Hb. Marrubii . . . 50 (= Andornkraut)
Rhiz. Rhei . . . 25 (= Rhabarberwurzel)
Rad. Ononid. spin. . . . 25 (= Hauhechelwurzel)
C.d.s.: 1 gehäuften Teelöffel voll mit 1 Tasse kochendem Wasser aufgießen und 5 Minuten zugedeckt stehen lassen. Morgens nüchtern und nachmittags (zwischen Kaffee und Abendessen) je 1 Tasse trinken.

Odermennig in der evidenzbasierten Medizin

In der evidenzbasierten Medizin gesteht man der Odermennig eine adstringierende und entzündungshemmende Wirkung zu. Man verwendet Odermennig bei Gallenwegserkrankung, Blasenschwäche, leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut, leichten Durchfällen sowie zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- Rachenschleimhaut.

Odermennig Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Bei massvoller Verwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Anbieter und Preis

Odermennig ist häufig anzutreffen. Es empfiehlt sich daher Odermennig selber zu sammeln. Dazu werden entweder die Blätter vor der Blüte abgezupft oder die ganze Pflanze wird nicht zu tief abgeschnitten. Wer Odermennig kaufen möchte, erhält 100g Odermennigkraut im Kräuterhandel für durchschnittlich 3 Euro. Der Chinesische Odermennig, Agrimonia pilosa, ist etwas teurer. 100ml Odermennigkrauttinktur erhält man für durchschnittlich 7 Euro.

Inhaltsstoffe

0,2% ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Kieselsäure.