Bärtiges Helmkraut – Scutellaria barbata


Das Bärtige Helmkraut, Scutellaria barbata, ist eine in Südchina und Korea heimische Pflanze, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt und als Bàn zhi lián bezeichnet wird.Geschichtlich ist Scutellaria barbata recht jung. Scutellaria barbata wird schriftlich erstmals in der Provinz Jiangsu erwähnt und als entgiftend, blutreinigend und entwässernd beschrieben. Man setzte es bei Furunkeln, Abszessen, Schlangenbissen und zur Behandlung von Schmerzen ein.

Botanik

Scutellaria barbata ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Auffällig ist der auf dem Blütenkelch sitzende Fortsatz, der an einen Helm erinnert und der Gattung ihren Namen Helmkraut einbrachte. Für Scutellaria barbata ist die zweiteilung des Stengels auffällig. So findet man die schönen, behaarten, violettfarbenen Blüten mit weißen Punkt auf der unteren Lippe nur an der oberen Hälfte des Stengels. Am unteren Stengel sitzen gegenständig, lanzettliche, eiförmige, spitz zulaufende, hellgrüne Blätter, die im breiten Bereich des Stengels gezähnt sind. Nach oben hin werden die Bätter kleiner, lanzettlich und ungezähnt.

Baertiges Helmkraut
Bärtiges Helmkraut – Quelle: © Kai Hagemeister

Baertiges Helmkraut
Bärtiges Helmkraut – Quelle: © Kai Hagemeister

Scutellaria barbata
Scutellaria barbata – Quelle: © Kai Hagemeister

Bezeichnungen

Scutellaria barbata ist die wissenschaftliche, eindeutige Bezeichnung. Im Chinesischen wird Scutellaria barbata als Bàn zhi lián bezeichnet. Im deutschen Sprachraum findet man häufig die Bezeichnung Bärtiges Helmkraut was einer Übersetzung des wissenschaftlichen Namens entspricht.

Indikationen

Das Bärtige Helmkraut, Scutellaria barbata, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM als entgiftend, entwässernd, desinfizierend, zerteilend und kühlend beschrieben. Bärtiges Helmkraut wird dementsprechend bei Schwellungen, Abszessen, Schmerzen, Schlangenbissen, infizierten Insektenbissen, vergrößerter Bauchspeicheldrüse, vergrößerter Leber, Geschwüren, Hautinfektionen, chronischer Hepatitis und Tumoren bzw. Krebs, insbesondere Lungenkrebs, Leberkrebs und Magenkrebs, verwendet. Als Grund für die antimutagene Wirkung von Scutellaria barbata vermutet man die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide.


Bärtiges Helmkraut Anwendung und Wirkung

Verwendet wird das obere Kraut von Scutellaria barbata. In der Regel wird ein Tee aus dem Bärtigen Helmkraut bereitet. Dosierung täglich 9 bis 30g Scutellariae barbatae Herba. Wie alle Lippenblütler sollte Scutellaria barbata in einem geschlossenen Gefäß gekocht werden.


In der TCM wird das Bärtige Helmkraut meist in Kombination mit anderen Zutaten verwendet. So wird bei Leberkrebs eine Mischung aus Scutellaria barbata, Trionycis carapax (Wasserschildkrötenpanzer), Salviae miltiorrhizae Radix (Rotwurzelsalbei-Wurzel) und Paeoniae Radix Alba (Weiße Pfingstrosenwurzel) verabreicht.

Zur Behandlung von Darmkrebs oder Magenkrebs mischt man in der TCM Scutellaria barbata mit Hedyotis diffusae Herba und Akebiae Fructus.

Aus Sicht der Schulmedizin wurde die Wirkung von Scutellaria barbata gegen Brustkrebs in klinischen Studien an der Universität von San Francisco überprüft. Scutellaria barbata unterbindet danach die Glykolyse von Krebszellen die für 85% der Energieversorgung zuständig ist.

Aus meiner ganzheitlichen Sicht kann die Verwendung des Bärtigen Helmkrauts zur Behandlung von Krebs nur ein begleitender Ansatz sein. Die Heilung von Krebs verlangt meines Erachtens eine Lebensänderung. Eine Veränderung des Bewußtseins, die Umstellung der Ernährung und eine Entgiftung des Körpers.


Bärtiges Helmkraut Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Bärtiges Helmkraut, Scutellaria barbata, sollte nur mit Vorsicht und Rücksprache während einer Schwangerschaft eingenommen werden.


Anbieter und Preis

Bärtiges Helmkraut, Scutellaria barbata Herba, kann man getrocknet in TCM-Apotheken und im Kräuterhandel kaufen. Der Preis liegt bei durchschnittlich 6 Euro je 100g.


Inhaltsstoffe

Flavonoide wie Apigenin, Luteolin, Scutellarin, Carthamidin, Isocarthamidin und Wogonin. Hexahydrofarnesylaeton, Pheophorbide, Neoandrographolide.