Meerrettichbaum


Die Bezeichnung Meerrettichbaum beruht auf dem Duft der Wurzel des Meerrettichbaums. Die Wurzel enthält unter anderem Benzylsenföl, das stark nach Meerrettich riecht. Vor der Verwendung als Heilmittel, wird die Wurzel von der leicht giftigen Rinde befreit.

Der zur Familie der Bennussgewächse gehörende Meerrettichbaum ist ein kleiner, 9 bis 12 Meter hoher Baum mit korkartiger Rinde. Die Blätter sind 3-gefiedert.  Die in großen Rispen sitzenden Meerrettichbaumblüten sind weiß und duften intensiv nach Honig. Die Schoten sind bis zu 50 cm lang und grünlich.


Bezeichnungen

Botanisch bezeichnet man den im unteren Himalaya-Gebiet heimischen Meerrettichbaum als Moringa Oleifera. Im Sanskrit bezeichnet man ihn als Shigru, im Hindi als Munga. Im deutschsprachigen Raum nennt man den Meerrettichbaum Behenbaum, Behennussbaum, Klärmittelbaum, Trommelstockbaum oder Wunderbaum. Die Bezeichnung Wunderbaum bezieht sich auf die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Meerrettichbaums.


Indikationen

Meerrettichbaum wird als hilfreich bei der Behandlung von Anorexia, Verdauungsstörung, Wurmkrankheit, Diarrhö, Kolik, Blähung, Otalgie, Paralyse, Entzündung, Amenorrhö, Dysmenorrhö, Fierber, Harnzwang, Blasen- und Nierensteinen, Bauchwassersucht, Husten, Asthma, Bronchitis, Banti-Syndrom, Epilepsie, Hysterie, Ringelflechte, Augenleiden, Neuralgie, Gicht, rheumatischen Beschwerden, Herzbeschwerden und Abszessen beschrieben.

Meerrettichbaum Anwendung und Wirkung

Die Blätter des Meerrettichbaums werden als Gemüse genutzt. Sie besitzen einen extrem hohen Nährwert. In den Blättern sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Die Eiweiß-Wertigkeit der Meerrettichbaum-Blätter wird der von Eiern gleichgestellt. Der Gehalt an Vitamin A und C übersteigt den von Möhren und Orangen um ein vielfaches. Hinzu kommt ein hoher Gehalt an Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Eisen. Kein Wunder also, dass der Meerrettichbaum auch als Wunderbaum bezeichnet wird.

Für Heilzwecke werden die Meerrettichbaum-Blätter in Form von Blattsaft bei Skorbut, Wunden, Tumoren, Entzündungen und Wurmbefall eingesetzt.


Bis zu 3g Meerrettichbaum-Samen-Pulver verabreicht man in der Ayurveda zur Behandlung von Neuralgie, Entzündung, Fieber und Augenleiden. Ein Öl aus den Meerrettichbaum-Samen wird äußerlich bei Gicht und rheumatischen Beschwerden aufgetragen.

10  bis 20ml Rindensaft reicht man in der Ayurveda bei Bauchwassersucht und Ringelflechte. Der Saft aus der Rinde des Meerrettichbaums ist abtreibend, antimykotisch und herz- und kreislaufstimulierend.

Die Wurzel des Meerrettichbaums ist verdauungsfördernd, windtreibend, wurmtreibend, entzündungshemmend, beruhigend, verstopfend, schweißtreibend, entwässernd, ophthalmisch, hautreizend, schleimlösend, steinlösend, stimulierend, menstruationsbeschleunigend und entgiftend. Die von der Rinde befreite Wurzel wird als Dekokt zubereitet oder als fein gemahlenes Pulver eingenommen.

Meerrettichbaum Inhaltsstoffe

Im Meerrettichbaum wurde 4-Hydroxymellein, Vanillin, Moringin, Moringinin, Bayrenol, Indol Essigsäure, Indol Methylcyanid, Benzyl Isothiocyanat, Pterygospermin, Cartoten, essentielle Aminosäuren, Mineralien, Vitamine, Fettsäuren und Spirochin nachgewiesen.


Anbieter und Preis

Produkte vom Meerrettichbaum werden im Handel meist unter der Bezeichnung Moringa angeboten.


Der Ayurvedahandel bietet die verschiedensten Moringa Produkte zum Kauf an.

Weiterführende Informationen

Pflanzenguru.com