Rezept für goldene Milch aus Kurkuma


Haben Sie auch schon von Kurkuma als Heilmittel gehört? Kurkuma gilt aktuell als Panazee. Kaum ein Ungleichgewicht, das durch Kurkuma nicht geheilt werden sollte. In diesem Artikel erfahren Sie, ob Kurkuma diesen Lobpreisungen gerecht werden kann. Darüber hinaus stelle ich Ihnen ein Rezept für goldene Milch vor, wie es traditionell in Indien Verwendung findet. Denn leider gibt es unzählige Rezepte, die wirklich nur die Zutat Kurkuma mit dem ursprünglich ayurvedischen Rezept für goldene Milch gemeinsam haben.

Schenkt man den Seiten im Internet Glauben, dürfte es sich bei Kurkuma, das wohl den meisten als Gewürz bekannt ist, um eine wahre Panazee handeln. Leider ist das nur die halbe Wahrheit. Es ist immer wieder verblüffend, wie die Vorstellungen der evidenzbasierten Medizin auf die Naturheilkunde übertragen wird. Dabei sind es vollkommen verschiedene Ansätze. Sie können mir glauben, dass Kurkuma kein Allheilmittel ist. Für nahezu jede Beschwerde gibt es bessere Pflanzen. Und natürlich spielt Ihre eigene Konstitution eine entscheidende Rolle. Deshalb empfehle ich Ihnen, immer auf Ihren Körper zu hören. Probieren Sie Kurkuma aus. Wenn Ihr Körper Ihnen zeigt, dass Kurkuma ihn unterstützt, dann machen sie es zum Bestandteil Ihrer Ernährung. Sollten Sie ein schlechtes Körpergefühl haben, dann hören Sie auf Ihren Körper.


An dieser Stelle möchte ich auch gleich mit einem Missverständnis aufräumen, auf das ich bei allen Artikeln im Netz gestossen bin, die sich mit Kurkuma oder der goldenen Milch beschäftigen. Kurkuma wirkt nicht aufgrund der darin enthaltenen, “guten” Bestandteile. Kurkuma ist nicht gesund, weil es Antioxidantien enthält. Es ist ohnehin längst nachgewiesen, dass Antioxidantien keineswegs so gut für unsere Gesundheit sind. Siehe hierzu: Antioxidansien gesund? Auch nicht wegen der vermeintlich uns gut tuenden Inhaltsstoffe. Kurkuma wirkt aufgrund der Hormesis. Also aufgrund der in ihm enthaltenen Gifte. Dazu gehört auch das Curcumin, das zytotoxisch wirkt.

Nun braucht niemand Angst zu haben, denn wenn Sie die Artikel zu den Antioxidantien und Hormesis aufmerksam lesen, werden Sie erkennen, dass das Grundprinzip für einen gesunden Körper in der Konfrontation mit hormetisch wirkenden Giften und Stressfaktoren begründet liegt. Wichtig ist einzig die Dosierung und die darauf folgende Erholung, in der sich Ihr Körper wieder stärker aufbauen kann.

Im Fall von Kurkuma bedeutet es, dass viel nicht viel hilft. Aufgrund der geringen Bioverfügbarkeit, des im Kurkuma enthaltenen Kurkumins, neigt mancher dazu, die Einnahme von Kurkuma zu übertreiben. In der Ayurveda wird Kurkuma mit anderen Pflanzen kombiniert, welche die Bioverfügbarkeit erhöhen. Sie erfahren im Rezept für goldene Milch mehr darüber.

In der Ayurveda wird Kurkuma hauptsächlich eingesetzt, um den Verdauungsprozess zu regulieren. Kurkuma beeinflusst die Leber, Galle und die Bauchspeicheldrüse, fördert die Verdauung fetter Nahrung, entgiftet den Körper und kontolliert den Fettgehalt im Körper. Als Nebenwirkung kann es dementsprechend zu Durchfall kommen.

In der evidenzbasierten Medizin hat man das im Kukrkuma enthaltene Kurkumin als Entzündungshemmer erkannt. So zeigte eine Studie eine vergleichsweise gute Wirkung bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis. Verglichen wurde isoliertes Kurkumin mit dem Medikament Phenylbutazon. Phenylbutazon zeigte eine größere Schmerzlindernde Wirkung. Kurkumin zeigte demgegenüber eine größere Entzündungshemmende Wirkung.

Weitere Studien gibt es zu allen möglichen Bereichen. So wies man nach, dass Kurkuma den Cholesterinspiegel senkt, antimutagen wirkt, den Blutzuckerspiegel senkt und vieles mehr. Weitere Informationen finden Sie auf meiner Seite, die sich ausschliesslich den ayurvedischen Pflanzen widmet: Kurkuma.

Bitte beachten Sie, dass all diese Studien entweder mit Extrakt oder reinem Kurkumin durchgeführt wurden. Sie müssten beispielsweise 50g Kurkuma täglich zu sich nehmen, um die Studie in China nachzuvollziehen, bei der man nachwies, dass Kurkuma den Cholesterinspiegel senkt.

Rezept für goldene Milch

Nun aber zum Rezept für goldene Milch. Das Rezept ist besonders vorteilhaft, weil die Mischung nicht nur die Bioverfügbarkeit des Kurkumas erhöht sondern auch weitere Ungleichgewichte ausgleichen kann. Beispielsweise erhöht das enthaltene Shatavari die entzündungshemmenden, schmerzlindernden Eigenschaften und wirkkt ausgleichend auf das Immunsystem.

Für das Rezept benötigen Sie (alles möglichst aus biologischen Anbau in Pulverform (Churna):

  • 200g Kurkuma
  • 50g Zimt
  • 30g Ingwer
  • 1 gehäuften Teelöffel Shatavari gemahlen (Churna)
  • 1/2 Teelöffel Muskat
  • 1/2 – 1 Teelöffel Kardamom
  • schwarzen Pfeffer und
  • 5g Safran

Alle Pulver werden gut miteinander vermischt. Sie erhalten dann ein Pulver, wie das im Beitragsbild, das Sie trocken in einem Glas aufbewahren können.

Für die Zubereitung der goldenen Milch nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel dieser “goldende Milch” Mischung für eine 250ml Tasse. Sie können die Mischung in einer Milch Ihrer Wahl mischen. Für uns haben sich verschiedene Möglichkeiten bewährt. Wir nehmen bevorzugt die Milch von unseren Schafen oder Ziegen. Sie ist weitaus bekömmlicher, als Kuhmilch. Bei Schafsmilch mischen wir 125ml Schafsmilch mit 125ml Wasser und köcheln die goldene Milch kurz mit verschlossenen Deckel. Sie können Sie anschliessend nach Geschmack mit Rohrohrzucker süssen.

Bei der Verwendung von Ziegenmilch köcheln wir die goldene Milch mit 250ml Ziegenmilch ohne Zugabe von Wasser. Alternativ empfehlen wir den Kauf einer guten Biosahne. Nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel der goldenen Milch und köcheln Sie diese mit einer Mischung aus 80ml Sahne und 170ml Wasser.

Sie möchten die goldene Milch geschmacklich noch verbessern? Dann empfehle ich Ihnen die Zugabe von gemahlener Vanilleschoten.

Ein wirklich cremig, würziger Genuß.

Kurkuma
Kurkuma aus eigenem Anbau.