Ein Plädoyer für die Spitzmaus


Es gibt wohl wenige hilfreiche Tiere des Gärtners, denen so unrecht getan wird, wie der Spitzmaus.

Mit Eifer wird sie von unwissenden Gärtnern verfolgt und als vermeintlicher Schädling umgebracht. Auch unsere Hauskatzen sehen die Spitzmaus als Beute an. Aufgrund ihres unangenehmen Geruchs fressen Katzen sie jedoch in der Regel nicht und bringen sie stattdessen ihren Haltern als Geschenk.

Damit findet einer der hervorragendsten Helfer im Garten sein jähes Ende. Geschuldet einer irreführenden Bezeichnung, die auf das mausähnliche Äussere zurückzuführen ist. Denn die Spitzmaus ist keine Maus. Sie gehört zur Ordnung der Insektenfresser und nicht der Nagetiere, denen die Mäuse zugehörig sind. Anstatt Nagezähnen, besitzt sie ein Fleischfressergebiss, mit dem sie täglich eine Menge verdrückt, die dem des eigenen Körpergewichtes entspricht. Auf dem Speiseplan stehen alle Arten von Insekten, Würmer, Larven, Schnecken und in Ausnahmefällen sogar Wühlmäuse.


In eine Mäusefalle tappt eine Spitzmaus nur, wenn sie mit dem falschen Köder versehen ist. Wie beispielsweise Speck oder Fleisch.


Man sollte also darauf achten, dass Mäusefallen mit den richtigen Ködern bestückt werden. Dazu gehören beispielsweise Brot oder Getreide.

Wer Spitzmäusen ein Zuhause bieten möchte, der kann geschützte Plätze aus Steinen bauen. Hohlräume mit kleinen Spalten, über die sie hineinschlüpfen können.