Heilpflanzen

Heilpflanzen

1577 schrieb Hieronymus Bock, im Vorwort zu seinem Kräuterbuch, über die Entfremdung des Menschen von der Natur. Nun, er schrieb es nicht ganz so direkt. Vielmehr stellte Bock fest, dass Adam der erste Mensch gewesen sei, der jede Heilpflanze und ihren Nutzen kannte. Doch bereits mit dem Sündenfall verlor er den Bezug zur Natur und damit zu den heilenden Wirkungen der Heilpflanzen.

Was den Zeitpunkt der Entfremdung betrifft, irrte Hieronymus Bock sicherlich. Vor weniger als 1900 Jahren schrieb Tacitus über die Fennen, die im heutigen Gebiet von Finnland innigst mit der Natur verbunden lebten. Sie kannten die Heilpflanzen und betrieben weder Feldbau noch bauten sie Häuser. Die Fennen besaßen nichts und doch konnte man sie als glückliches Volk bezeichnen, denn sie hatten das Schwerste erreicht, was zu erreichen ist, die Befreiung von Wünschen. 200 Jahre später wird Johannes Chrysostomos schreiben: “Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht – arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel begehrt”. Eine naturverbunde Lebensweise und die Kenntnis der Heilpflanzen ist daher nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch des glücklichen Lebens, von dem sich die Menschen nachfolgender Generationen zunehmend entfernten.

Ich hatte das Glück vergleichsweise naturnah aufzuwachsen. Ich war nicht einmal 4 Jahre, als ich meine Großmutter auf ihren Heilpflanzen-Wanderungen begleiten durfte. Sie nannte mich immer scherzhaft ihren Lachanari. Als Lachanari bezeichnete man im altdeutschen den Arzt, der mit seinem Mittelfinger einen beschwörenden Zauberkreis um den Krankheitsherd, das so genannte Lach, zeichnete. Er war der Gebieter über den Beherrscher des Hellweges, den wir heute als Wegerich kennen. Er verfügte über die Seelengeister, wie ein Alberich über die Elfen. So konnte der Lachanari lebensgefährliche Krankheiten heilen und sie überstehen. Er war jedoch nicht nur Vermittler. Er war insbesondere auch Beobachter der elbischen Tiere und somit bestens vertraut mit den Kräften der Pflanzen. Denn elbische Tiere wie das Wiesel oder die Schlange kannten die Heilkräfte der Pflanzendevas. Er war der Heilkundige, der in der düsteren Zeit des Mittelalters verfolgt wurde, genauso, wie man wohl meine Großmutter als Hexe verfolgt hätte. Ich bewunderte ihr liebevolles Wesen, das nicht nur die Pflanzen und Tiere zu verstehen schien, sondern vielmehr ein Teil darstellte, der mit den anderen Teilen erst vollkommen wurde. Durch sie erfuhr ich viel über Heilpflanzen und entwickelte niemals Ängste, wie man sie mir später in der Schule zu vermitteln suchte. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich ausgeschimpft wurde, weil ich einen Löwenzahnstengel aß. Der Saft sei giftig und ich könne nicht einfach irgendwelche Pflanzen essen. Nur wie sollte Löwenzahn giftig sein? Für mich war der Löwenzahn eine wertvolle Heilpflanze, kein Gift.

Woher kam diese Entfremdung von der Natur, von den heilenden Kräften der Heilpflanzen? Hieronymus Bock findet seine Erklärung dafür im Sündenfall. Als Animist kann ich dieser Behauptung nicht folgen. Vielleicht treibt uns der Drang nach Fortschritt. Nur Fortschritt wovon? Fortschritt von einem naturnahen Leben ohne Wünsche? Mit diesem Werk möchte ich die Heilpflanzen dem Leser wieder nahe bringen. Ihm die Ängste nehmen und die wundervollen Kräfte der Heilpflanzen aufzeigen und vielleicht den Einen oder Anderen anregen, nach seinen Wurzeln zu suchen, die in unseren Breiten in den seltensten Fällen christlich sind.

Cistus incanus

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Die Heilpflanze Cistus incanus zeichnet sich durch einen sehr hohen Gehalt an Polyphenolen aus, denen man
eine antioxidative Wirkung nachsagt.

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Wermut

Wermut wird als Heilpflanze bereits auf einem ägyptischen Papyrus aus dem Jahre 1600 vor Christus erwähnt.
Araber und Kelten verwendeten den Wermut als Heilpflanze und die Ärzte der Antike schrieben dem Wermut
Wirkungen zu, die weit über das, was der Wermut leisten kann hinaus gehen.

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Birke

Die Birke ist neben der Espe und der Kiefer einer der ersten Bäume,
die sich nach der letzten Eiszeit auf dem Boden des späteren Gebietes
unserer germanischen Vorfahren ansiedelte.

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Mädesüß

Das Mädesüß als Heilpflanze war bereits den alten Griechen bekannt. Theophrast von Eresos,
griechischer Philosoph und Naturforscher und Schüler des Aristoteles, erwähnte das Mädesüß
als Heilpflanze bereits unter der Bezeichnung Spiraea. Aus dem 16. Jahrhundert ist die
Verwendung von Mädesüß als Heilpflanze durch Lonicerus und Hieronymus Bock überliefert.

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Gänseblümchen

Das Gänseblümchen war bereits als Heilpflanze den Germanen heilig. Die Bezeichnung heilig
weist dabei bereit schon auf die Verwendung als Heilpflanze hin. Sie setzten das Gänseblümchen
mit den leuchtenden Augen des Baldur, des Gottes der Güte, der Reinheit, der Schönheit und des
Lichtes, gleich.

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Huflattich

Huflattich als Heilpflanze blickt auf eine arzneilich genutzte Geschichte von mehr als 2000
Jahren zurück. Bereits Diokurides bezeichnete den Huflattich
als bechion und bezieht sich damit auf seine
Verwendung als Hustenmittel. Er rät, Blätter und Wurzel der Heilpflanze Huflattich zu verbrennen und
den Rauch einzuatmen.

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Schöllkraut

Ob die Griechen und Römer das Schöllkraut als Heilpflanze in der Antike bereits kannten wird oft
als ungewiss dargestellt. Zwar erwähnt Theophrast in seinem Werk
Naturgeschichte der Gewächse eine Heilpflanze mit der Bezeichnung chelidonion,
ob es sich bei dieser Heilpflanze tatsächlich um das Schöllkraut handelt, ist jedoch nicht eindeutig
geklärt.

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Löwenzahn

Wir wissen heute nur wenig über die altgermanische Heilkunde. Einiges wurde durch den Römer
Plinius, in seiner Naturalis historia aus dem 1.
Jahrhundert überliefert. Auch in der Edda finden sich Hinweise. Den Löwenzahn als Heilpflanze sucht
man in diesen Quellen jedoch vergeblich.

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