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Jiaogulan

Jiaogulan ist eine in Asien heimische, schnell wachsende Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Erste Hinweise über Jiaogulan sind aus dem Jahre 1406 durch Zhu Xiao überliefert. Allerdings bezeichnet Zhu Xiao die Pflanze mehr als Nahrungsmittel denn als Heilpflanze. Erst 170 Jahre später finden sich die ersten Aufzeichnungen über Jiaogulan, in denen der Verfasser Li Shi-Zhen auch auf seine Verwendung als Heilkraut eingeht.

Jiaogulan ist ein Kürbisgewächs aus der südlichen Bergregion Chinas. Die Menschen dieser Bergregion nutzen Jiaogulan als Vitaltee. Die überaus hohe Anzahl über hundertjähriger wird auf den Konsum der Pflanze zurückgeführt. Daher auch die in China gebräuchliche Bezeichnung Xiancao, Kraut der Unsterblichkeit.

Jiaogulan

Jiaogulan - Quelle: © Kai Hagemeister

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Jiaogulan - Quelle: © Kai Hagemeister

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Jiaogulan - Quelle: © Kai Hagemeister

Bezeichnungen

Der botanische Name von Jiaogulan ist Gynostemma pentaphyllum. Landesspezifische Bezeichnungen sind Xiancao, Immortal grass, Herb of immortality, Five-leaf ginseng, Miracle grass, Fairy herb, Sweet tea vine, Gospel herb oder auch Amachazuru. Letztere Bezeichnung bezieht sich auf den süßen Geschmack des Tees, der durch aufbrühen von Jiaogulan-Blättern entsteht.

Indikationen

Jiaogulan ist ein Adaptogen. Es wirkt also ausgleichend auf Körperfunktionen. Wie bei allen adaptogenen Pflanzen besteht eine breite positive Wirkung. Jiaogulan wird insbesondere als cholesterinspiegelsenkend, vitalisierend, blutdrucksenkend, immunsystemregulierend, krebszellenhemmend beschrieben.

Das breite Wirkspektrum von Jiaogulan führt man auf die in Jiaogulan enthaltenen Saponine zurück. Saponine, wie sie sonst ausschließlich in Ginseng vorkommen. Nicht nur der Umstand, in einer nicht mit dem Gingseng verwandten Pflanze Saponine zu finden, ist erstaunlich. Noch viel erstaunlicher ist, dass man in Jiaogulan 82 verschiedene Saponine findet, während im Gingseng gerade einmal 28 vorkommen.

Anwendung und Heilwirkung

Besitzt man eine Jiaogulan-Pflanze, kann man die Blätter frisch kauen. Am besten auf nüchternen Magen. Durch die Saponine entfaltet sich je nach Höhe des Saponinanteils ein süßlicher, lakritzartiger Geschmack. Je intensiver der Geschmack, desto höher ist der Anteil der Saponine und demzufolge die adaptogene Wirkung der Jiaogulan-Pflanze. Alternativ kann man sich aus frischen oder getrockneten Blättern einen Tee zubereiten. Auch der Jiaogulan-Tee entfaltet einen süßlichen, angenehmen Geschmack.

Weiterführende Links

Ololiuqui.org